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Blochs dritter Fall - der Jäger wird zum Gejagten ...

"Nur noch das nackte Leben"

Schon das Cover lässt nichts Gutes ahnen: eine nackte junge Frau kauert dort, ihr Blick ist zu Boden gerichtet. Auch der Anfang der Geschichte ist zumindest für jene Leser, die Bloch bereits kennen, ungewöhnlich: denn wer hätte diesem spröden Eigenbrötler zugetraut sich noch einmal zu verlieben? Dass die Sache nicht gut ausgeht, versteht sich von selbst. Auf den Spuren der geliebten Frau ermittelt Bloch in Deutschland und in Slowenien, gerät in die Verstrickungen einer Gesellschaft, die zwischen postsozialistischer Nostalgie und nacktem Raubtierkapitalismus schwankt - und dabei auch immer tiefer in die Konflikte seiner eigenen Biographie. Der Fall ist nur lösbar, wenn Bloch sich der eigenen Familiengeschichte stellt. Die Autorin beschreibt ihren dritten Roman als "kalkulierten Wahnsinn". Täter- und Opferperspektiven geraten durcheinander - konsequent werden Frauen porträtiert, deren Leben aus einer einzigen riesigen Anpassungsleistung zu bestehen scheint. Oder wie es Marija im Buch ausdrückt: "Bin ich nie gewesen kein Opfer." Allein in dieser doppelten Verneinung liegt schon der ganze Irrsinn eines Schicksals begründet, das für die 14-Jährige mit einer Deportation beginnt und im KZ in die Schattenbereiche der Lagerprostitution führt - ein Thema, dessen Enttabuisierung nur zögernd beginnt. Für diese entscheidenden zwei Jahre ihres Lebens wird Marija lebenslänglich bekommen: lebenslängliche gesellschaftliche Stigmatisierung und Einzelhaft in der eigenen seelischen Panzerung. Und Marija ist nicht die Einzige ... Ab hier wird es wirklich interessant: Die promovierte Rechtsmedizinerin, die jahrelang auch sozialpsychiatrisch arbeitete, schaut wieder einmal gekonnt hinter Fassaden und Kulissen - und dabei bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Themen kreisen um Lagerprostitution und medizinischen Missbrauch von Flüchtlingen - der Zeitbogen spannt sich vom Dritten Reich bis zu den Nachkriegsgesellschaften auf dem Balkan. Ulrike Blatter, die in Slowenien lebte und seit vielen Jahren ehrenamtlich für Projekte in Kosovo und Bosnien arbeitet, weiß genau, wovon sie spricht. Rasant und gleichzeitig sensibel erzählt, gelingt es der Autorin eine Stimmung zu erzeugen, die unter die Haut geht und dem Leser noch lange hinterher Schauder über den Rücken jagt. Ein kalkulierter Wahnsinn, der unbestreitbar auch autobiographische Bezüge hat.

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Blochs zweiter Fall - jenseits aller Erwartungen,
jenseits des Vorstellbaren ...

"Der Mann, der niemals töten wollte"

Bei der Kripo Konstanz wird die sechsjährige, schwerkranke Yasmin als vermisst gemeldet. Auch der Leiter des Jugendamts, Dr. Joachim Leimer, verschwindet plötzlich spurlos. Während es sich bei Dr. Leimer um eine alltägliche Ehe-Eskapade zu handeln scheint, nehmen die Ermittler das Verschwinden des Mädchens sehr ernst. Auch Hanna Kronawitter, die den Fall Leimer »abarbeiten« soll. Als neue Kollegin hat sie einen schweren Stand im männlich dominierten Team um Hauptkommissar Erich Bloch. Zunächst gibt es keine sichtbare Verbindung zwischen den beiden Vorgängen, aber dann wird die Verknüpfung auf erschreckend brutale Weise deutlich: Bei Yasmins allein­erziehender Mutter wird eine Leiche in der Badewanne gefunden. Kampfspuren und Schnittverletzungen zeichnen ein grausames Bild. Die Spur führt über die Schweizer Grenze zu einem Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Aber die Ermittlungen führen auch in die Vergangenheit - in die verletzten Seelen von Menschen, denen im Bosnienkrieg Unvorstellbares zugefügt wurde ...

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Blochs erster Fall: Tatort Museum

Ulrike Blatters "Vogelfrau"

Aus einer Buchbesprechung von Susanne Henke (www.storysite.de):


Schädel- und andere Knochen sind ein vertrauter Anblick, Mumien schon etwas ungewöhnlicher, doch eine frische Leiche, noch dazu die eines ihrer Professoren, ist, auch wenn er standesgemäß mit einer Steinzeitaxt erschlagen wurde, für die Mitarbeiter des Archäologischen Landesmuseums in Konstanz nicht alltäglich. Für Kommissar Bloch dagegen reine Routine. Denkt er. Genau wie das Verschwinden seiner 25-jährigen Tochter. Doch Hexenschädel und indianische Rituale komplizieren den Fall und die Sorge von Blochs Exfrau um den gemeinsamen Spross entpuppt sich als berechtigt.

Ulrike Blatter liefert einen melancholischen Krimi, der die Einsamkeit seiner Protagonisten in wunderbar präziser Sprache einfängt. Ein Debüt, das Appetit auf mehr macht.

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